6 // Eilean Donan Castle

von Lumix-Knipser

Heute machten wir uns auf den Weg zum Eilean Donan Castle. Dort angekommen holten wir uns Audio Guides auf Deutsch. Diese Führung war für den billigen Eintrittspreis echt gut. Wir haben viel erfahren, leider durfte man im Schloss keine Fotos machen. Nach der Besichtigung suchten wir uns einen „Tea Room“, um Mittag zu essen. Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg. Da die Fahrt zwei Stunden dauert, kamen wir gegen 17:00 Uhr in unserer Ferienwohnung an. Den restlichen Tag verbrachten wir mit lesen und Kartenspielen. Nach dem Abend essen spielten wir alle noch eine Runde Skip-Bo, bei der meine kleine Schwester sich wieder aufregte und die Stimmung angespannt war. Hoffentlich wird es morgen besser.

G3-Kathi in ihrem Reisetagebuch

Eilean Donan Castle

Während unserer vergangenen zwei Reisen nach und durch Schottland haben wir einen Abstecher hierhin nicht geschafft. Diesmal, mit den Schwiegereltern war ein Besuch dieses Ortes – des Fotomotivs schlechthin – einfach Pflicht. Diese Burg ist bis heute bewohnt und wird seitens der Besitzer liebevoll erhalten. Und es stimmt, was G3-Kathi in Ihrem Tagebuch vermerkt hat: Die Audio-Guide-Führung (in Schottland auf Deutsch verfügbar!) war Klasse und für das sonstige Preisniveau wirklich günstig. Das mag daran liegen, dass hierhin einfach fast jeder Schottlandbesucher pilgert und damit die Nachfrage einfach immens hoch ist und der Anbieter sich so deutlich günstigere Preise einfach leisten kann …?

Tea Room

Eine Kleinigkeit Essen oder Trinken ist verhältnismäßig günstig in kleinen Tea Rooms zu haben. Die Tea Rooms sind in meinem Verständnis eine in jedem Fall hochgradig zu würdigende kulturelle Variante schottischer (und auch britischer) Gastfreundschaft.

Wir befragten Google und fanden – nicht gerade nur einen Sprung entfernt, aber so ist das tief im schottischen Westen – mit Beth´s Coffeeshop einen kleinen Tea Room weiter westlich in den Bergen. Absolut empfehlenswert!

The daily Trip Map

4 // Über Glenfinnan nach Tomich

von Lumix-Knipser

Heute haben wir uns vom Abbotsford Hotel auf den Weg zu unserer Ferienwohnung in Tomich gemacht. Auf dem Weg haben wir kurz am Loch Lomond angehalten. Es war ziemlich windig und kalt.

Weiter auf dem Weg sind wir in Glenfinnan gewesen. Von dort hatte man einen schönen Blick auf das Viadukt, dass der Eisenbahnlinie in Harry Potter als Vorlage diente. Es war sehr beeindruckend.

Als wir endlich in der Ferienwohnung nach einer komplizierten und abenteuerlichen Suche eintrafen, packten wir die Koffer aus und tranken Kaffee und Kakaomilch. Den kurzen restlichen späten Nachmittag verbrachten wir mit Spielen und lesen und sammeln von Ideen für mögliche Ausflugsziele.

G3 Kathi in Ihrem Reisetagebuch
Trip Map vom 11. Juni 2019

Die Trip Map zeigt eindrucksvoll die Entfernung, die wir heute zu überwinden hatten. Am Westufer des Loch Lomond nach Norden durch das Hochmoor von Glencoe bis zum –> Great Glen und kurz hinter Fort William einen Abstecher nach Glenfinnan um dann dem Great Glen weiter zu folgen bis Drumnadrochit am Westufer des Loch Ness um dort wieder nach Westen gewandt weiter quasi hinter die Berge in die Abgeschiedenheit nach Tomich zu gelangen.

Gleich nach dem Frühstück ging es los.

Am Westufer des Loch Lomond

Die Familie wusste es nicht, aber ich hatte es geplant: Am Westufer des Loch Lomond die Perspektive auf den See von einem der schönsten Orte aus ganz kurz zu genießen: Luss.

Kurze (Photo-)Pause im Hochmoor

Hoch oben im Hochmoor von Glencoe beeindruckt stets die Schönheit des Wenigen. Karges Land eingebettet in Berge. Heute waren viele Wanderer auf den parallel der Straße verlaufenden Wanderwegen unterwegs. Die Meisten in westliche Richtung wie wir, was schon ein wenig unheimlich ist … Haben die alle das gleiche Ziel? Dort hinten, wohin auch wir fahren, kommt lange Zeit nichts und dann erst wieder unten am Loch Leven der wirklich nächste Ort. Der Abschnitt hoch zum und dann weiter durch das Hochmoor ist gute 50 km lang und doch waren da so viele Wanderer unterwegs, dass man sich schon fragen muss, woher die kamen und wo die jeweils übernachtet haben müssen.

Ok, konnte uns aber egal sein, wir hatten unseren Bus und konnten fahren oder halt anhalten und die Blicke schweifen lassen

Um auch mal einen Einblick zu haben, wie es auch im Hochmoor aussehen kann, hier ein Bild von 2003, als ich – zusammen mit meiner Liebsten – zum ersten Mal durch dieses Hochmoor fuhr, bei eher wahrhaft schottischem Wetter und einer großen Einsamkeit im Hochmoor. Wir hatten damals jedenfalls das Gefühl, wir seien allein, ganz allein.

Abstecher nach Glenfinnan

Der Abstecher nach Glenfinnan bot sich quasi an, da er (fast) auf dem Weg lag. Gleich hinter Fort William einfach statt dem Great Glen zu folgen der A830 nach Westen folgen.

Warum? Weil dort eine der Harry-Potter-Film-„Kulissen“ in der Landschaft steht: das Viaduct von Glenfinnan.

3 // Doune Castle, Stirling und Loch Lomond

G3-Kathi schrieb in ihren Notizen:

Heute ging es zu Doune Castle, welches als Kulisse für die Serien-Verfilmung der Bücherreihe von Diana Gabaldon, Outlander, diente. Nachdem schöne Bilder der Landschaft um das Schloss und des Schlosses selber gemacht wurden und wir uns durch die doch relativ engen Gänge gequetscht hatten, ging es nach Stirling. Dort besuchten wir das Schloss und die Kirche. Zuvor haben wir im Park neben dem Friedhof gepicknickt. Gegen Kaffeetrinkenszeit waren wir in der Kirche. Dort gab es eine kleine Ecke, in der es Kaffee und Kuchen gab. Dort setzten wir uns eine Weile hin. Danach ging es wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Davor machten wir jedoch noch einen Abstecher zum Abendessen in einen Pub namens Counting House.

Reise-Notizen von G3-Kathi, 2019

Der Tag begann mit einem guten britischen Frühstück im Hotel in Dunbarton. Das Frühstück selbst und seine Umstände ist ein eigenes Posting wert. Aber darum geht es in diesem Beitrag nicht 🙂

Die von Diana Gabaldon ersonnene Geschichte um Claire und Jamie wurde unter Nutzung originaler schottischer Orte verfilmt. So mutiert in der Verfilmung das echte Doune Castle zur imaginären Burg Leoch (im Film Sitz der McKenzies). Was lag also näher, als diesem Schauplatz einer weltweit erfolgreichen Literaturverfilmung (siehe Beitrags-Bild) einen Besuch abzustatten.

Also haben wir ein wenig Proviant für ein Mittags-Picknick gepackt und sind in unseren VW-Bus gestiegen und ab ging es Richtung Nord-Ost …

Orte des 10. Juni: Ausgangs- und End-Punkt Dunbarton, Doune mit Doune Castle, Stirling und auf dem Rückweg ein Abstecher an die Ufer des Loch Lomond bei Balmaha

Strahlendes Wetter machte den Tag zum Erlebnis schlechthin. man kann es auf den Fotos sehen.

Doune Castle empfing uns bei diesem Wetter nicht wie in der Verfilmung, doch der erste Blick auf die Burg holte sofort die Bilder aus dem Film auf mein inneres Auge. Auch wenn man einsehen musste, dass die Filmleute wohl immer tricksen, denn genau so wie im Original sieht es Film nirgends aus, dennoch ist der Wiedererkennungswert sehr hoch. Faszinierend!

The Great Hall in Doune Castle, (c) Muschelschale97.de, 2019

Innen erwartet einen nicht viel, die Burg ist – obgleich wohl gut bewahrt – eine Ruine. Aus dem 14. Jahrhundert stammend verwundert umso mehr die Dimension der Großen Halle, weniger die Dimension der Burg selbst.

Der Besuch der Burg konnte also nicht wirklich lang dauern, also noch vor dem Mittag ab nach Stirling, immerhin eine für schottische Verhältnisse große, und aus historischer Sicht auch wichtige Stadt.

Stirling Castle
Stirling Castle ist deutlich stärker befestigt als die mittelalterlichen schottischen Burgen, (c) Muschelschale97.de, 2019
Friedhof unterhalb von Stirling Castle
Schottische Friedhöfe sind irgendwie faszinierend schön, allein wenn man die Daten auf den Grabsteinen liest fühlt man den Hauch der Jahrhunderte, (c) Muschelschale97.de, 2019

Irgendeine Gruppe von Garten-Banken am Rande des Friedhofs lud und zum Picknick ein. Einfach so, an der frischen Luft ein einfaches Picknick am Rande eines friedvollen Ortes, den der Hauch der Jahrhunderte umweht … das hat was. Es entschleunigt allein vor dem Hintergrund der hier herrschenden Zeitrechnung. Es macht zufrieden mit dem was gerade ist, im Augenblick. Es macht einen glücklich, wenn Oma, Opa, Frau und Töchter mit mir sind und in diesem Moment nichts anderes zählt als das Bei- und Miteinander-Sein.

Um die Zeit am Nachmittag, bei diesem Wetter, zu nutzen und einen – wie ich finde – weiteren Magischen Ort in Schottland zu besuchen, nahm ich auf dem Rückweg nach Dumbarton den Abstecher Richtung Balmaha um Oma, Opa und den Kindern den Loch Lomond von seiner wir ich finde schönsten Seite zu zeigen.

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Das Abendessen im –> Counting House war reichlich, schmeckte hervorragend und machte wunderbar müde …

LUMIX Knipser // am 10. Juni 2019 spätabends

2 // am 9. Juni landeten wir in England

von Lumix-Knipser

Die etwas unruhige Nacht gut mit Schlaf „überbrückt“, empfing uns Nord-England bei strahlendem Sonnenschein aber recht frisch, wie wir es als in der Rhein-Ebene Beheimatete wohl nennen müssen. Den Briten selbst ist die Frische des Wetters in ihrer Bekleidung ja meist kaum anzusehen …

Unser VW Bus schnurrte also von der Fähre runter, und dann quer durch Newcastle-upon-Tyne gen Westen immer parallel zur antiken Hadrians Wall. Zwischenziel war ein kleiner Ausflug zu einem Besucher-Park an eben jenem Hadrians Wall in westlichen Abschnitt.

Hier war, wie oft an solchen Oasen des Wanderns oder Spazierengehens, nicht viel los. Eigentlich war gar nichts los. Wir spazierten also ein wenig hinauf in die Höhe ohne gleich eine Wanderung machen zu wollen, aber den Blick nach Norden wollten wir schon erhaschen.

Spannend wurde es genau dann, als einer von drei frei laufenden Hunden (natürlich der Kleinste!) irgendwie Gefallen an unserer jüngsten Tochter zu finden schien. Fern von Frauchen und offenbar voll der Hundefreude über ein solch niedliches blondes Mädchen sprang er mehrmals und ein bisschen nach ihrer Hand schnappend an ihr hoch.

Leider ist unser Mädchen kein absoluter Hunde-Fan. Sie weiß sich auch nicht selbst zu helfen. Und die Oma – früher auch einmal gebissen – steht auch nicht gerade auf der Seite solcher Hunde. Zu sechst waren wir allerdings nicht zu überwinden, der kleine Kläffer bekam sein Fett weg und dem Frauchen war wohl auch nicht so richtig geheuer, auch wenn die Dame meinte, es sei an dieser Stelle ja erlaubt, die Hunde frei laufen zu lassen. Frei zu beißen ist ja dann auch in England verboten. Letztendlich wurde das Kind nicht verletzt, der Schrecken war wohl größer als die Realität und die Besitzer entschuldigten sich.

Also Zeit für ein Gruppenfoto (was wir natürlich hier im Netz nicht veröffentlichen) und da der Hunger sich langsam meldete auch Zeit für ein Lunch. Also auf ins Samson Inn, wo wir lecker zu Mittag aßen. Für die ersten beiden Übernachtungen mussten wir nach dem Lunch noch bis hinter Glasgow nach Dumbarton ins Abbotsford Hotel.

Im Reisetagebuch meiner großen Tochter steht dann nur noch:

Gegen Abend kamen wir dann an. Zum Abendessen gingen wir in das hoteleigene Restaurant. Die Portionen dort waren ziemlich groß. Nach dem Essen fielen wir müde in unsere Betten.

G3-Kathi in ihrem Reisetagebuch

So wird es wohl gewesen sein. 🙂

1 // am 8. Juni geht es los

von Lumix-Knipser

Unserer Kinder Oma und Opa sind am Vortag bei uns daheim aufgeschlagen. Die Reise von Ihnen zu uns war beschwerlich, weil natürlich an einem Freitag die A6 von Nürnberg aus in Richtung Westen immer wieder mit viel – und damit häufig stockendem – Verkehr „gesegnet“ ist. Jedenfalls waren beide froh, von nun ab wohl einen ganzen Urlaub lang kutschiert zu werden.

Die Wecker klingelten um 7.00 Uhr. Wir wollten schließlich gemütlich frühstücken und dann – mit genügend zeitlichem Puffer – gemächlich in Richtung Amsterdam fahren. Unterwegs lief alles bestens, so dass wir pünktlich in IJmuiden am Fährterminal eintrafen. Das Boarding startete sogar überpünktlich, sodass wir ziemlich viel Zeit auf dem Schiff – auf der Hinfahrt war es „King Seaways“ – totschlagen konnten. Da unsere Kinder diese Erfahrung schon 2013, auf unserem ersten Schottlandtrip als Familie, gemacht hatten, konnten sie dieses Mal ganz cool „als Guides für Oma und Opa“ auftrumpfen. Schließlich ist es nicht ganz so einfach in dem dreidimensionalen Gänge- und Ebenen-System stets die Orientierung zu behalten.

Die Zeit bis zum Ablegen überbrückten wir mit einem gepflegten Skip-Bo. Die Kinder mögen dieses Kartenspiel. Meistens habe ich auch Glück dabei, weshalb meine Kinder öfter mal meinen, den alten Paps lieber nicht mitspielen zu lassen. Nun ja, das macht einem ja nix, wenn man stattdessen ein kühles Blondes schlürfen darf 🙂

Schließlich legte das „schwimmende Hotel mit Tiefgarage“ pünktlich um 17:30 Uhr MESZ ab. Das Wetter verhieß eine nicht ganz so ruhige Überfahrt wie vor sechs Jahren, etwas Unruhe hatte das Meer schon. Also zogen meine große Tochter und ich uns bald zurück in die Kabine, weshalb ich nichts anderes mehr berichten kann, außer dass wir bald einschliefen …

0 // Schottland 2019 – der Gesamte Überblick

Wen die Geschichten hinter den einzelnen Tagen interessieren der möge „im Kalender blättern“. Wir waren vom 08. – 22. Juni 2019 unterwegs. Es gibt nicht zu jedem Tag ein Kalenderblatt, aber die Kalenderblätter, welche zu diesem Urlaub gehören tragen die Kategorie Schottland_2019 … Viel Spaß beim Lesen! Wen ausschließlich die Bilder interessieren, der möge dem … Weiterlesen

Loch an Eilein, 2003-08-31

Das Beitragsbild ist wohl der Grund, warum ich mich näher mit der Fotografie befasse. Es entstand im Schottland Urlaub 2003 auf einer kleinen Wanderung rund um den See Loch an Eilein in den Highlands, ein paar Kilometer südlich Aviemore mitten im Wald gelegen. (Wer wissen will, wo genau der See liegt folge dem Link: Loch an Eilein)

Man kann da sehr schön drumherum wandern. Je nach Tageszeit mag man mal die eine mal die andere Richtung wählen, das ist Geschmackssache. Ich finde die Umrundung im Uhrzeigersinn ja schöner, weil man die schöneren Blicke auf den See auf diese Weise an Ende der Wanderung hat …

Und genau einen dieser schöneren Blicke auf den See meine ich mit dem Beitragsfoto eingefangen zu haben. Die glatte Wasseroberfläche und die resultierende Spiegelung des gegenüber liegenden Ufers, das Sonnenlicht, dass das Grün des Birkenlaubs zum Leuchten bringt und die Abwesenheit von Menschen ringsherum (weil: dort laufen eben nicht hunderte Touristen herum) wirkt auf mich (heute noch!) absolut beruhigend, friedvoll, einfach schön.

Die verwendete Kamera war damals eine No-Name-Kamera DC3320 von Praktica, eine kleine sehr einfache Kompakte.